Austellung: An der Somme verblutete Landshuts Infanterie

10. April 2018 , 10:14 Uhr

„Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und Zukunft gestalten.
Eine alte Weisheit, nicht nur unter Historikern.“

Im Foyer des Landshuter Landratsamtes ist demnächst eine interessante Ausstellung zum ersten Weltkrieg zu sehen, der 1914 begann und 1918, also vor 100 Jahren endete.
Er gilt als die Ur-katastrophe des 20. Jahrhunderts
Auch unzählige Soldaten aus der Region fielen in der Materialschlacht an der Somme.
Die Ausstellung wendet sich insbesondere auch an Schüler und junge Leute, so die Veranstalter:
Denn die Informationen über den Weg in die Katastrophe, das Wissen um die Schrecken des Krieges und seine Folgen seien auch so etwas wie ein „Mahnmal für kommende Generationen“.

Die Ausstellung ist von Montag 16. bis Freitag 27. April, im Foyer des Landratsamts Landshut zu sehen.

Vor über 100 Jahren, im Bilderbuch-Sommer des Jahres 1914, zog Europas Jugend in das „Weltfest des Todes“, wie der Literatur-Nobelpreisträger Thomas Mann den Ersten Weltkrieg genannt hat. Heuer jährt sich das Ende des vier Jahre währenden massenhaften Mordens.

Zehn Millionen junge Männer sind seinerzeit als Soldaten an den vielen Fronten des Weltkriegs gestorben, 20 Millionen wurden verwundet, Hunderttausende verkrüppelt für ihr ganzes Leben. Die Zahl der zivilen Opfer des Krieges betrug rund sieben Millionen Frauen und Männer, schätzungsweise über 700.000 Menschen starben allein in Deutschland aufgrund der Hungerblockade der West-Alliierten; mindestens 25 Millionen Menschen raffte die „Spanische Grippe“ dahin, eine im Frühjahr 1918 ausgebrochene, weltweit grassierende Seuche, die bis ins Jahr 1920 leichte Beute fand unter den ausgelaugten, oft auch unternährten Völkern Europas.

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