Fall von Hasenpest im Kreis Straubing-Bogen

17. Dezember 2025 , 13:33 Uhr

Nach der Vogelgrippe kommt jetzt die Hasenpest!

Das Veterinäramt hat einen Fall im Bereich Hadersbach bei Geiselhöring bestätigt.

Hier ist ein Feldhase an der Krankheit gestorben.

Tobias Welck vom Landratsamt Straubing-Bogen weiß, worauf wir jetzt achten sollten:

Auch Menschen können sich nämlich anstecken.

Kranke oder tote Feldhasen sollen entweder dem zuständigen Jäger oder dem Veterinäramt gemeldet werden.

 

 

 

Fall von Hasenpest im Landkreis festgestellt –

Erster Fall seit Herbst 2024

 

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat bei einem Feldhasen, der im Bereich Hadersbach (Geiselhöring, Landkreis Straubing-Bogen) gefunden wurde, die Hasenpest als Todesursache festgestellt. Das Landratsamt Straubing-Bogen warnt davor, verdächtige Wildtiere zu berühren.

 

Bei einem kranken Feldhasen aus dem Bereich Hadersbach wurde der Erreger der Tularämie, also der Hasenpest, nachgewiesen. Im Herbst 2024 wurde die Hasenpest letztmalig im Landkreis im Gemeindebereich Aiterhofen festgestellt.

 

Hasen verlieren Schnelligkeit und angeborene Scheu

Die Hasenpest wird durch ein Bakterium (Francisella tularensis) bei Feldhasen, Wildkaninchen und Nagetieren verursacht. Erkrankte Wildtiere sind matt und teilnahmslos, sie verlieren ihre Schnelligkeit und ihre angeborene Scheu. Hasen und Kaninchen sterben meist innerhalb weniger Tage.

 

Auch Menschen können sich mit dem Erreger der Hasenpest anstecken, eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist jedoch nicht bekannt. Gefährdet sind vor allem Personen, die mit den erkrankten Tieren oder deren Ausscheidungen in Kontakt kommen (z.B. Jäger, Metzger, Köche und Tierärzte). Beim Menschen ähnelt die Erkrankung einer Grippe. Sie äußert sich in Form von Fieber, Schüttelfrost sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Beim Eintritt des Erregers über kleine Hautläsionen oder einem Insektenstich erscheint nach der Inkubationszeit ein Knötchen, das sich zum Geschwür entwickeln kann. Die Inkubationszeit liegt in der Regel bei drei bis fünf Tagen.

Die Tularämie ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit. Laut Daten des Robert-Koch-Instituts sind im Jahr 2025 bisher lediglich 19 humane Tularämie-Infektionen in Bayern gemeldet worden (58 insgesamt in Deutschland).

 

Verdächtige Wildtiere sollten in keinem Fall berührt werden

Weil der Erreger auch auf Menschen und Haustiere übertragbar ist, dürfen verdächtige Hasen und Kaninchen in freier Wildbahn sowie deren Blut oder Ausscheidungen keinesfalls berührt werden. Auch Katzen und Hunde sollen von Feldhasen und Kadavern ferngehalten werden. Tote Feldhasen sollten dem jeweiligen Jagdpächter oder dem Veterinäramt des Landkreises Straubing-Bogen gemeldet werden.

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