Keime im Badesee - aber keine Gefahr für Badegäste

08. Mai 2018 , 16:09 Uhr

Keime, gegen die kaum noch ein Antibiotikum wirkt, gehören zu den größten Gefahren für die Gesundheit.
Auch in einem Badesee in der Region sind solche Keime gefunden worden.
Nachgewiesen hat sie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit im Waketoolz-Wakepark (früher WakeLake) bei Wörth an der Isar.
Die Behörde gibt aber Entwarnung.

„Aber auch durch das Vorhandensein dieser multiresistenten Bakterien ergibt sich kein erhöhtes Gesundheitsrisiko beim Baden“, heißt es von der Behörde in Erlangen.

Dafür sei entscheidend, wie viele Fäkalbakterien etwa über das Abwasser in den See gelangen.
Dies werde regelmäßig kontrolliert.
Laut dem Landesamt  besteht kein Grund, den See oder andere kontrollierte Badegewässer in diesem Sommer zu meiden.

Das LGL hatte zehn Badegewässer in Südbayern untersucht.
Die Untersuchungen fanden 2017 zu Forschungszwecken zusätzlich zu den monatlichen Routineuntersuchungen statt.

Da Antibiotikaresistenzen auch in der Natur vorkommen, fanden die Forscher in zahlreichen Proben Keime mit Resistenzen gegen einzelne Antibiotika.
Nur zwei Gewässer wiesen eine Belastung mit Erregern auf, gegen die gleich mehrere Antibiotika nicht wirken.

LGL-Präsident Andreas Zapf sagte, Gewässer seien naturbedingt nicht steril.
Die Bakterien gelangten über Abwässer oder durch Mensch und Tier hinein.
Gesunde Menschen seien auch durch resistente Keime nicht gefährdet.

„Die beim Schwimmen üblicherweise geschluckten kleineren Mengen Wasser sind in der Regel ebenfalls unbedenklich, da die Virulenz der Keime im Magen abgeschwächt wird.“
Gefährdet sind vorallem Kranke und Menschen mit Verletzungen an der Haut.

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