Die Bundesregierung hat eine Reform der gesetzlichen Krankenkassen beschlossen.
Ziel ist es, Finanzlücken zu schließen und die Beiträge langfristig stabil zu halten.
Noch muss der Bundestag zustimmen – trotzdem stehen viele Änderungen fest.
Für uns Versicherte könnte es künftig deutlich teurer werden:
Die Zuzahlung für Medikamente soll steigen – von bisher 5€ auf 7,50€. Die maximale Zuzahlung würde gleichzeitig von 10€ auf 15€ angehoben werden.
Außerdem sollen Gutverdiener höhere Beiträge zahlen. Dafür wird die sogenannte Beitragsbemessungsgrenze um 300 Euro erhöht. Laut Entwurf würden gesetzlich Versicherte dadurch insgesamt rund 1,2 Milliarden Euro zusätzlich zahlen.
Große Änderungen gibt es auch bei der kostenlosen Familienversicherung. Ehepartner ohne eigenes Einkommen sollen künftig nur noch in bestimmten Fällen kostenlos mitversichert werden können – etwa bei Eltern kleiner Kinder oder pflegenden Angehörigen.
Ab 2028 ist außerdem eine Zuckerabgabe geplant. Gezuckerte Getränke könnten dadurch um 20 bis 40 Cent teurer werden. Das zusätzliche Geld soll den Krankenkassen zugutekommen.
Neu geplant ist außerdem eine Teilkrankschreibung. Menschen mit längeren Erkrankungen sollen freiwillig teilweise weiterarbeiten können. Vor allem psychisch Erkrankten soll das beim Wiedereinstieg helfen.
Trotz der Reform warnen die Krankenkassen bereits vor möglichen weiteren Beitragserhöhungen ab 2029. Hintergrund: Gleichzeitig sollen Milliarden aus dem Gesundheitsfonds entnommen werden.