Terror-Prozess gegen Syrer beginnt

04. April 2018 , 10:53 Uhr

Es sind Szenen, die Adlkofen nicht so schnell vergisst:
Im April 2017 nimmt ein Spezialkommando der Polizei einen Syrer fest.
Der Mann ist unterwegs vom Asylheim zu Bushaltestelle, als die Polizei zugreift.
Eine Betreuerin bezeichnet ihn damals als netten Familienmenschen – doch der Schein trügt offenbar.

Der Syrer soll der Terrormiliz IS angehört und potenzielle Attentäter rekrutiert haben.
Außerdem sollte er laut Anklage bereits in Europa aktive Terrorzellen koordinieren, um Anschläge durchzuführen.
Der Mann habe den Angaben nach im Jahr 2011 zusammen mit anderen die Kampfeinheit Al-Nusra gegründet, die unter anderem im Raum Aleppo in Syrien aktiv war.
Als weite Teile ihres Aktionsgebietes unter die Kontrolle des IS fielen, habe sich der 32-Jährige der Miliz
angeschlossen.
2015 sei er nach Deutschland gereist und von dort nach Griechenland gependelt, um in Flüchtlingslagern Mitglieder für Terrorzellen in Europa zu rekrutieren

Ab heute steht der 32-Jährige in München vor Gericht.
Das Münchner Oberlandesgericht hat insgesamt zwölf Verhandlungstage bis Ende Juli angesetzt.

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